Von der Redaktion Krankenversicherung
Zuletzt aktualisiert: Juli 2026 · Lesezeit: 10 Minuten · Recherchezeitraum: Juni–Juli 2026
Datengrundlage: Franke und Bornberg / fb research (Stand April 2025, veröffentlicht im Handelsblatt-PKV-Vergleich 2026), PKV-Verband, öffentlich zugängliche Unternehmensangaben von Hallesche, uniVersa und ARAG.
Wer 2026 einen sehr gut bewerteten PKV-Tarif sucht, stößt im Franke-und-Bornberg-Rating regelmäßig auf drei Namen: Hallesche NK.select XL Bonus, uniVersa uni-Top|Privat 300 und ARAG MedBest. Dieser PKV-Testsieger-Vergleich stellt die drei mit „sehr gut“ bewerteten Vollversicherungstarife 2026 anhand von Beitrag, Leistungsumfang, Selbstbehalt und Anbieterprofil direkt gegenüber. Wie sich die Gesamtkosten einer privaten Krankenversicherung 2026 grundsätzlich zusammensetzen, erklärt unser Hub-Ratgeber Private Krankenversicherung Kosten im Vergleich.
Alle drei Tarife zählen auch im breiteren Marktüberblick Die 10 besten privaten Krankenversicherungen 2026 im Vergleich zu den am besten bewerteten Vollversicherungen. Dieser Beitrag geht bewusst in die Tiefe und stellt ausschließlich diese drei Testsieger-Tarife im Direktvergleich gegenüber.
Kurz zusammengefasst
Hallesche NK.select XL Bonus kostet 2026 monatlich 760,93 Euro, ist von Franke und Bornberg mit „sehr gut“ bewertet und verzichtet vollständig auf einen Selbstbehalt (Franke und Bornberg, Stand April 2025). uniVersa uni-Top|Privat 300 liegt bei 660,57 Euro monatlich, ebenfalls „sehr gut“ bewertet, mit einem Selbstbehalt von 300 Euro pro Jahr. ARAG MedBest ist mit 621,50 Euro monatlich der günstigste der drei Testsieger-Tarife, ebenfalls „sehr gut“ bewertet, mit einem Selbstbehalt von 600 Euro pro Jahr.
Methodik
Der Vergleich von Hallesche, uniVersa und ARAG erfolgt anhand folgender Kriterien, jeweils gewichtet:
· Beitragshöhe: 35 %
· Leistungsumfang: 30 %
· Selbstbehalt / Flexibilität: 20 %
· Anbieterprofil / Stabilität: 15 %
Datenbasis: Franke-und-Bornberg-Tarifrating (Modellkunde 35 Jahre, Zweibettzimmer, Zahnersatz ab 75 %, Stand April 2025), PKV-Verband-Zahlen und öffentlich zugängliche Unternehmensangaben der drei Versicherer. Kein gelisteter Versicherer hat für die Aufnahme in diesen Beitrag bezahlt.
Was unterscheidet Hallesche, uniVersa und ARAG 2026?
Alle drei Tarife sind 2026 von Franke und Bornberg mit dem Rating „sehr gut“ ausgezeichnet, unterscheiden sich jedoch deutlich bei Beitrag, Selbstbehalt und Unternehmensprofil. Die folgende Tabelle zeigt die wichtigsten Kennzahlen im direkten Vergleich.
| Kriterium | Hallesche NK.select XL Bonus | uniVersa uni-Top|Privat 300 | ARAG MedBest |
|---|---|---|---|
| Rating (Franke und Bornberg) | sehr gut | sehr gut | sehr gut |
| Monatsbeitrag 2026 (Modellkunde 35 J.) | 760,93 € | 660,57 € | 621,50 € |
| Selbstbehalt | keiner | 300 € pro Jahr | 600 € pro Jahr |
| Rechtsform | Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit | Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit | Aktiengesellschaft (ARAG SE) |
| Sitz | Stuttgart | Nürnberg | Düsseldorf |
| Konzernzugehörigkeit | ALH Gruppe (mit Alte Leipziger) | uniVersa Versicherungsgruppe | ARAG Gruppe |
| Gründungsjahr / Historie | Teil der ALH Gruppe seit 1994 | 1843, ältester noch bestehender privater Krankenversicherer Deutschlands | 1935 |
Wie viel kosten die Testsieger-Tarife 2026 im Monat?
Der günstigste der drei Testsieger-Tarife ist 2026 die ARAG MedBest mit 621,50 Euro monatlich, gefolgt von der uniVersa uni-Top|Privat 300 mit 660,57 Euro und der Hallesche NK.select XL Bonus mit 760,93 Euro (Franke und Bornberg, Stand April 2025). Zum Vergleich: Der durchschnittliche PKV-Beitrag für Vollversicherte liegt 2026 laut PKV-Verband bei 617 Euro monatlich, sodass alle drei Testsieger-Tarife über diesem Marktdurchschnitt liegen.
Der höhere Beitrag hängt bei allen drei Tarifen eng mit dem gewählten Leistungsumfang und dem Verzicht auf beziehungsweise der Höhe des Selbstbehalts zusammen. Angestellte dürfen einen dieser Tarife 2026 in der Regel erst wählen, wenn ihr Jahresbruttoeinkommen die Jahresarbeitsentgeltgrenze von 77.400 Euro übersteigt, während Selbstständige und Beamte unabhängig davon zugreifen können.
Wie wirkt sich der Selbstbehalt auf die tatsächlichen Kosten aus?
Ein Selbstbehalt senkt den monatlichen Beitrag, weil Versicherte einen Teil der Behandlungskosten bis zu einer festgelegten Jahresgrenze selbst tragen. Bei der Hallesche NK.select XL Bonus entfällt dieser Mechanismus vollständig, während uniVersa uni-Top|Privat 300 und ARAG MedBest jeweils einen Selbstbehalt vorsehen.
Rechnet man den jährlichen Selbstbehalt anteilig auf den Monatsbeitrag um, ergibt sich ein anschaulicheres Bild der möglichen Gesamtbelastung. Diese Modellrechnung dient nur der Einordnung, da ein Selbstbehalt nur dann tatsächlich anfällt, wenn im jeweiligen Jahr entsprechende Behandlungskosten entstehen.
| Tarif | Monatsbeitrag 2026 | Selbstbehalt pro Jahr | Rechnerischer Effektivbeitrag pro Monat* |
|---|---|---|---|
| Hallesche NK.select XL Bonus | 760,93 € | 0 € | 760,93 € |
| uniVersa uni-Top|Privat 300 | 660,57 € | 300 € | 685,57 € |
| ARAG MedBest | 621,50 € | 600 € | 671,50 € |
*Modellrechnung: Monatsbeitrag zuzüglich anteiligem Jahres-Selbstbehalt (Selbstbehalt geteilt durch 12). Der Selbstbehalt wird nur fällig, wenn im jeweiligen Jahr tatsächlich Behandlungskosten in entsprechender Höhe anfallen, und ist keine feste monatliche Zusatzbelastung.
Wer im Jahr voraussichtlich wenig Arztkosten hat, kann mit einem Tarif mit Selbstbehalt wie ARAG MedBest oder uniVersa uni-Top|Privat 300 in der Regel Beitrag sparen. Wer dagegen planbare, konstant niedrige Kosten ohne Selbstbehaltsrisiko bevorzugt, findet dies eher bei der Hallesche NK.select XL Bonus.
Wie unterscheiden sich Anbieterprofil und Service von Hallesche, uniVersa und ARAG?
Die Hallesche Krankenversicherung ist ein Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit mit Sitz in Stuttgart und gehört seit 1994 gemeinsam mit der Alte Leipziger Lebensversicherung zur ALH Gruppe. Diese Rechtsform bedeutet, dass Versicherte wirtschaftlich als Mitglieder am Verein beteiligt sind statt als Kunden einer Aktiengesellschaft.
Die uniVersa Krankenversicherung a.G. wurde 1843 in Nürnberg gegründet und gilt damit als ältester noch bestehender privater Krankenversicherer Deutschlands. Auch die uniVersa ist als Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit organisiert und Teil der uniVersa Versicherungsgruppe mit Sitz in Nürnberg.
Die ARAG mit Hauptsitz in Düsseldorf firmiert als ARAG SE und gilt nach eigenen Unternehmensangaben als größtes Familienunternehmen der deutschen Versicherungswirtschaft. Anders als Hallesche und uniVersa ist die ARAG als Aktiengesellschaft organisiert, jedoch mehrheitlich in Familienbesitz.
Bei allen drei Anbietern lohnt sich vor Vertragsabschluss ein Blick auf den konkreten Leistungskatalog und die individuellen Vertragsbedingungen des gewählten Tarifs. Eine unabhängige Einschätzung dazu liefert die kostenlose Expertenhotline von pkv-tarifvergleich.info unter 0800 / 5 33 22 66.
Welcher Testsieger-Tarif passt zu wem?
Die Hallesche NK.select XL Bonus eignet sich in der Regel für Personen, die keinen Selbstbehalt wünschen und planbare Beiträge ohne zusätzliches Kostenrisiko bevorzugen. Die uniVersa uni-Top|Privat 300 kann für Interessenten passend sein, die Wert auf einen traditionsreichen, seit 1843 bestehenden Versicherer und einen moderaten Selbstbehalt legen. Die ARAG MedBest eignet sich tendenziell für alle, die unter den drei „sehr gut“ bewerteten Testsieger-Tarifen den günstigsten Vollbeitrag suchen und einen höheren Selbstbehalt in Kauf nehmen können.
Für Beamtinnen und Beamte mit Beihilfeanspruch gelten häufig abweichende Tarifvarianten dieser Anbieter mit reduziertem Erstattungssatz. Details dazu liefert unser Ratgeber Die besten PKV-Tarife für Beamte mit Beihilfe 2026.
Fazit: Drei sehr gut bewertete Tarife, drei unterschiedliche Profile
Der Testsieger-Vergleich zeigt: Hallesche NK.select XL Bonus, uniVersa uni-Top|Privat 300 und ARAG MedBest sind 2026 alle drei von Franke und Bornberg mit „sehr gut“ bewertet, unterscheiden sich aber deutlich bei Beitrag, Selbstbehalt und Unternehmensprofil. Wer nur auf den Monatsbeitrag schaut, übersieht leicht, dass ein niedrigerer Beitrag über einen Selbstbehalt in der Regel mit einem individuellen Kostenrisiko verbunden ist.
Wie sich die Kosten einer PKV insgesamt zusammensetzen, erläutert unser Ratgeber Private Krankenversicherung Kosten 2026 im Detail. Welcher der drei Testsieger-Tarife oder welcher der über 3.500 weiteren Tarife von rund 50 Versicherern zu Ihrem persönlichen Bedarf passt, zeigt Ihnen unser kostenloser Vergleich: Jetzt PKV-Tarife vergleichen und bis zu 75 % sparen – unverbindlich und mit persönlicher Beratung unter 0800 / 5 33 22 66.
Häufige Fragen
Welcher der drei Testsieger-Tarife ist 2026 am günstigsten?
Die ARAG MedBest ist mit 621,50 Euro monatlich der günstigste der drei Tarife, gefolgt von der uniVersa uni-Top|Privat 300 mit 660,57 Euro und der Hallesche NK.select XL Bonus mit 760,93 Euro (Franke und Bornberg, Stand April 2025). Der niedrigere Beitrag der ARAG MedBest hängt jedoch mit einem Selbstbehalt von 600 Euro pro Jahr zusammen.
Was bedeutet das Rating „sehr gut“ von Franke und Bornberg?
Franke und Bornberg ist ein unabhängiges Analysehaus, das private Krankenversicherungstarife anhand von Leistungsumfang, Bedingungen und Beitragsstabilität bewertet. Alle drei hier verglichenen Tarife erreichen 2026 die Bewertung „sehr gut“, was auf einen überdurchschnittlichen Leistungsumfang hindeutet, jedoch keine Garantie für die individuelle Eignung darstellt.
Lohnt sich ein PKV-Tarif mit Selbstbehalt?
Ein Selbstbehalt kann den Monatsbeitrag spürbar senken, bedeutet aber, dass Versicherte Behandlungskosten bis zur vereinbarten Grenze selbst tragen. Ob sich das lohnt, hängt vom individuellen Gesundheitszustand und der erwarteten Behandlungshäufigkeit ab und sollte im Einzelfall geprüft werden.
Sind Hallesche, uniVersa und ARAG Versicherungsvereine oder Aktiengesellschaften?
Hallesche und uniVersa sind als Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit organisiert, bei dem Versicherte wirtschaftlich am Verein beteiligt sind. ARAG firmiert dagegen als ARAG SE, eine Aktiengesellschaft, die sich nach eigenen Angaben mehrheitlich in Familienbesitz befindet.
Wo finde ich weitere sehr gut bewertete PKV-Tarife 2026?
Einen breiteren Marktüberblick über weitere „sehr gut“ bewertete Vollversicherungstarife bietet unser Beitrag Die 10 besten privaten Krankenversicherungen 2026 im Vergleich. Dort finden sich neben Hallesche, uniVersa und ARAG auch weitere Anbieter im Vergleich.
Quellen
- Franke und Bornberg / fb research: Tarifrating Private Krankenvollversicherung, Modellbeiträge Stand April 2025 (veröffentlicht im Handelsblatt-PKV-Vergleich 2026)
- PKV-Verband: Durchschnittsbeitrag Private Krankenvollversicherung 2026 (617 €/Monat)
- Bundesregierung / Sozialversicherungsrechengrößen-Verordnung 2026: Jahresarbeitsentgeltgrenze (77.400 €/Jahr)
- Unternehmensangaben Hallesche Krankenversicherung a.G. (Sitz Stuttgart, ALH Gruppe)
- Unternehmensangaben uniVersa Krankenversicherung a.G. (Sitz Nürnberg, gegründet 1843)
- Unternehmensangaben ARAG SE (Sitz Düsseldorf)
