Von der Redaktion Krankenversicherung
Zuletzt aktualisiert: Juli 2026 · Lesezeit: 11 Minuten · Recherchezeitraum: Mai–Juli 2026
Datengrundlage: Franke und Bornberg / fb research, Rating Beihilfeergänzungstarife (Stand April 2025, veröffentlicht im Handelsblatt-PKV-Vergleich Beamte 2026), Anbieter-Eigenangaben.

Beamte erhalten 2026 von ihrem Dienstherrn eine Beihilfe von in der Regel 50 bis 80 Prozent der Krankheitskosten und benötigen für den Rest einen privaten Beihilfeergänzungstarif. Dieser Vergleich zeigt die 6 besten „sehr gut“ bewerteten Beihilfeergänzungstarife 2026 nach dem Franke-und-Bornberg-Rating – für einen 30-jährigen Beamten mit 50 Prozent Beihilfeanspruch. Wie sich PKV-Kosten allgemein zusammensetzen, erklärt unser Hub-Ratgeber Private Krankenversicherung Kosten im Vergleich.

Kurz zusammengefasst
Der günstigste „sehr gut“ bewertete Beihilfeergänzungstarif 2026 ist die ARAG BeihilfeBest mit 303,02 Euro monatlich (88 von 100 Punkten, Franke und Bornberg, Stand April 2025). Die Bestnote im Gesamtranking erreicht der Deutsche Ring (Marke der SIGNAL IDUNA Gruppe) mit 96 Punkten für 321,25 Euro monatlich. Modellkunde ist jeweils ein 30-jähriger Beamter mit Einbettzimmerwunsch, ohne Selbstbehalt und mit 50 Prozent Beihilfeanspruch des Bundes.

Methodik
Die 6 gelisteten Beihilfeergänzungstarife wurden anhand folgender Kriterien bewertet, jeweils gewichtet:
· Rating-Punktzahl (Franke und Bornberg, Beihilfeergänzung): 40 %
· Monatsbeitrag zum Beihilfeanspruch von 50 %: 35 %
· Leistungsumfang (Einbettzimmer, Zahnersatz, Pflegeergänzung): 15 %
· Anbieterprofil / Beitragsstabilität: 10 %
Modellkunde: 30 Jahre, Bundesbeamter, 50 % Beihilfeanspruch, Einbettzimmer, kein Selbstbehalt. Kein gelisteter Anbieter hat für die Aufnahme in diesen Beitrag bezahlt.

Welche sind die 6 besten PKV-Tarife für Beamte mit Beihilfe 2026?

Nach dem Franke-und-Bornberg-Rating für Beihilfeergänzungstarife sind dies 2026 die 6 besten Optionen für einen 30-jährigen Beamten mit 50 Prozent Beihilfe (Stand April 2025):

  1. Deutscher Ring (SIGNAL IDUNA Gruppe) – 96 Punkte, 321,25 € monatlich
  2. Barmenia – 91 Punkte, 336,43 € monatlich
  3. ARAG BeihilfeBest – 88 Punkte, 303,02 € monatlich
  4. DBV Deutsche Beamtenversicherung (AXA) – 86 Punkte, 377,32 € monatlich
  5. Hallesche – 85 Punkte, 401,86 € monatlich
  6. uniVersa – 85 Punkte, 359,13 € monatlich
Platz Anbieter Beitrag* Rating (F&B) Punkte Besonderheit
1 Deutscher Ring (SIGNAL IDUNA) 321,25 € sehr gut 96 Bestnote im Gesamtranking der Beihilfeergänzung
2 Barmenia 336,43 € sehr gut 91 Vollständige Erstattung der Zahnersatz-Restkosten
3 ARAG BeihilfeBest 303,02 € sehr gut 88 Günstigster Beitrag der Spitzengruppe
4 DBV Deutsche Beamtenversicherung (AXA) 377,32 € sehr gut 86 Etablierter Spezialversicherer für den öffentlichen Dienst
5 Hallesche 401,86 € sehr gut 85 Umfangreiches Baukastensystem
6 uniVersa 359,13 € sehr gut 85 Ältester privater Krankenversicherer, hohe Beitragsstabilität

*Monatsbeitrag der Beihilfeergänzung, nicht der Vollversicherung: Modellkunde 30-jähriger Bundesbeamter mit 50 % Beihilfeanspruch, Einbettzimmer, kein Selbstbehalt. Werte laut Franke und Bornberg / fb research, Stand April 2025 (Handelsblatt-PKV-Vergleich Beamte 2026). Bei abweichendem Beihilfesatz (z. B. 70 oder 80 %) und je nach Bundesland oder Kommune können die Beiträge variieren.

Platz 1: Deutscher Ring – die Bestnote im Beihilfe-Ranking 2026

Mit 96 von 100 Punkten erreicht der Deutsche Ring 2026 die höchste Bewertung aller Beihilfeergänzungstarife im Franke-und-Bornberg-Rating, bei einem Monatsbeitrag von 321,25 Euro.

Profil: Deutscher Ring Krankenversicherung, Marke der SIGNAL IDUNA Gruppe, Sitz in Hamburg
Stärken: Höchste Punktzahl im gesamten Beihilfe-Vergleichsfeld, modulare Tarifkombination (u. a. BK, BKX 20, BS, BE)
Schwächen: Als Zweitmarke der SIGNAL IDUNA Gruppe weniger bekannt als die Hauptmarke
Beitrag: ab 321,25 € monatlich (50 % Beihilfe, Modellkunde 30 Jahre)
Ideal für: Beamte, die die höchste verfügbare Ratingnote priorisieren

Der Deutsche Ring zeigt, dass die höchste Punktzahl im Rating nicht automatisch den höchsten Beitrag bedeutet – mit 321,25 Euro liegt der Tarif sogar unter dem Durchschnitt der Top 6.

Platz 2: Barmenia – starke Zahnersatzabsicherung

Die Barmenia erreicht 91 Punkte und deckt Zahnersatz-Restkosten nach Beihilfe nahezu vollständig ab, bei 336,43 Euro monatlich.

Profil: Barmenia Krankenversicherung a.G., Wuppertal, Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit
Stärken: Vollständige Erstattung der Zahnersatz-Restkosten, laut Franke und Bornberg eine der stärksten Leistungen im Vergleichsfeld
Schwächen: Rund 15 Euro teurer als der günstigste Tarif der Spitzengruppe (ARAG)
Beitrag: ab 336,43 € monatlich (50 % Beihilfe, Modellkunde 30 Jahre)
Ideal für: Beamte, denen eine lückenlose Zahnersatzabsicherung besonders wichtig ist

Gerade bei Zahnersatz zahlt die Beihilfe oft nur einen Teil der Kosten – die vollständige Restkostenübernahme der Barmenia kann diese Lücke spürbar schließen.

Platz 3: ARAG BeihilfeBest – der günstigste Beitrag der Spitzengruppe

Mit 303,02 Euro monatlich bietet die ARAG BeihilfeBest 2026 den günstigsten Beitrag unter den „sehr gut“ bewerteten Beihilfeergänzungstarifen.

Profil: ARAG Krankenversicherung, Düsseldorf, größtes Familienunternehmen der deutschen Versicherungswirtschaft
Stärken: Niedrigster Beitrag der Top-6-Gruppe bei 88 Rating-Punkten, gleicher Anbieter überzeugt auch bei Vollversicherungstarifen (siehe ARAG MedBest)
Schwächen: Etwas niedrigere Punktzahl als Deutscher Ring und Barmenia
Beitrag: ab 303,02 € monatlich (50 % Beihilfe, Modellkunde 30 Jahre)
Ideal für: Beamte, die den niedrigsten Beitrag bei weiterhin sehr guter Bewertung suchen

Die ARAG zeigt sich damit sowohl bei Beihilfeergänzung als auch bei klassischen Vollversicherungstarifen als besonders preisbewusster Anbieter der Spitzengruppe.

Platz 4: DBV Deutsche Beamtenversicherung – der Spezialversicherer

Die DBV Deutsche Beamtenversicherung, eine Marke der AXA, erreicht 86 Punkte bei 377,32 Euro monatlich und ist auf den öffentlichen Dienst spezialisiert.

Profil: DBV Deutsche Beamtenversicherung, Marke der AXA Krankenversicherung, historisch auf Beamte ausgerichtet
Stärken: Langjährige Spezialisierung auf Beihilfeberechtigte, breites Tarifbaukastensystem
Schwächen: Teurer als die ersten drei Plätze bei geringerer Punktzahl; einzelne DBV-Tarifkombinationen (z. B. Vision B) erreichten in derselben Erhebung nur 77 Punkte
Beitrag: ab 377,32 € monatlich (50 % Beihilfe, Modellkunde 30 Jahre)
Ideal für: Beamte, die einen traditionsreichen Spezialversicherer für den öffentlichen Dienst bevorzugen

Wichtig für die Tarifwahl: Die DBV bietet mehrere Beihilfeergänzungs-Tarifkombinationen mit deutlich unterschiedlichen Ratings – ein Vergleich der konkreten Tarifkombination lohnt sich daher besonders bei diesem Anbieter.

Platz 5: Hallesche – das umfangreiche Baukastensystem

Die Hallesche erreicht mit ihrem Beihilfeergänzungs-Baukasten 85 Punkte bei 401,86 Euro monatlich.

Profil: Hallesche Krankenversicherung a.G., Stuttgart, Krankenversicherer der ALH Gruppe
Stärken: Umfangreiches modulares Tarifsystem mit zusätzlichen Wahlbausteinen
Schwächen: Teuerster Tarif der Top-6-Gruppe
Beitrag: ab 401,86 € monatlich (50 % Beihilfe, Modellkunde 30 Jahre)
Ideal für: Beamte, die zusätzliche Wahlleistungen über den Standard-Beihilfeergänzungsschutz hinaus wünschen

Der höhere Beitrag der Hallesche erklärt sich durch das breitere Baukastensystem, das über die reine Beihilfeergänzung hinaus zusätzliche Module ermöglicht.

Platz 6: uniVersa – der Stabilitäts-Tipp

Die uniVersa kombiniert 85 Punkte mit 359,13 Euro monatlich und einer langjährig dokumentierten Beitragsstabilität.

Profil: uniVersa Krankenversicherung a.G., Nürnberg, gegründet 1843 – ältester privater Krankenversicherer Deutschlands
Stärken: Überdurchschnittliche Beitragsstabilität in Langzeitanalysen, Versicherungsverein-Struktur ohne Aktionärsinteressen
Schwächen: Kleineres Servicenetz als Großkonzerne
Beitrag: ab 359,13 € monatlich (50 % Beihilfe, Modellkunde 30 Jahre)
Ideal für: Beamte, denen kalkulierbare Beiträge bis zur Pensionierung wichtiger sind als der niedrigste Einstiegsbeitrag

Da ein Beihilfeergänzungstarif typischerweise über das gesamte Berufsleben und die Pension hinweg läuft, ist die dokumentierte Beitragsstabilität der uniVersa für viele Beamte ein gewichtiges Argument.

Wie wirkt sich der Beihilfesatz auf den PKV-Beitrag aus?

Der Beihilfesatz eines Beamten liegt 2026 je nach Bundesland, Laufbahn und Familienstand meist zwischen 50 und 80 Prozent – Standard für kinderlose aktive Beamte ist ein Satz von 50 Prozent, während Pensionäre und Beamte mit mehreren Kindern oft höhere Sätze erhalten. Je höher der Beihilfesatz, desto geringer fällt der von der PKV abzudeckende Restanteil und damit tendenziell auch der Ergänzungsbeitrag aus.

Beihilfesatz PKV deckt Typische Beitragsauswirkung
50 % (Standard, aktiv, kinderlos) 50 % der Kosten Referenzwert dieser Übersicht
70 % (z. B. ab 2. Kind) 30 % der Kosten Tendenziell niedrigerer Ergänzungsbeitrag
80 % (z. B. Pensionäre, Schwerbehinderte) 20 % der Kosten Deutlich niedrigerer Ergänzungsbeitrag möglich

Welcher Beihilfeergänzungstarif passt zu welchem Beamten?

Wer die höchste Ratingnote im gesamten Vergleichsfeld sucht, ist beim Deutschen Ring am besten aufgehoben. Wer besonderen Wert auf eine lückenlose Zahnersatzabsicherung legt, findet bei der Barmenia die passende Lösung. Beamte mit Fokus auf den niedrigsten Monatsbeitrag bei weiterhin sehr guter Bewertung werden bei der ARAG BeihilfeBest fündig, während die DBV Deutsche Beamtenversicherung Beamten mit Präferenz für einen spezialisierten Traditionsversicherer entgegenkommt. Wer zusätzliche Wahlleistungen über die Standardergänzung hinaus wünscht, profitiert vom Baukastensystem der Hallesche; wer vor allem stabile Beiträge bis zur Pension will, ist bei der uniVersa gut aufgehoben.

Fazit: Beihilfeergänzung ist deutlich günstiger als eine Vollversicherung

Der Vergleich zeigt: Dank der Beihilfe zahlen Beamte 2026 für „sehr gut“ bewertete Ergänzungstarife oft nur 303 bis 402 Euro monatlich – deutlich weniger als eine vergleichbare PKV-Vollversicherung ohne Beihilfeanspruch kosten würde. Wer nur auf die reine Ratingnote schaut, übersieht mitunter deutliche Beitragsunterschiede zwischen den Spitzentarifen.

Der Makrotrend 2026: Auch bei Beihilfeergänzungstarifen rückt angesichts steigender Gesundheitskosten die dokumentierte Beitragsstabilität einzelner Anbieter stärker in den Fokus als der reine Rating-Punktestand.

Welcher Beihilfeergänzungstarif zu Ihrem individuellen Beihilfesatz, Alter und Gesundheitszustand konkret passt, zeigt Ihnen unser kostenloser Vergleich mit über 3.500 Tarifen von rund 50 Versicherern: Jetzt PKV-Tarife vergleichen und bis zu 75 % sparen – unverbindlich und mit persönlicher Beratung unter 0800 / 5 33 22 66. Berufsgruppenspezifische Details liefert unser Ratgeber Private Krankenversicherung für Beamte, einen Gesamtüberblick über alle Vollversicherungstarife bietet unser Best-of-Vergleich Die 10 besten privaten Krankenversicherungen 2026.

Häufige Fragen

Wie viel Beihilfe erhalten Beamte 2026?

Der Beihilfesatz liegt 2026 je nach Bundesland, Laufbahn und Familienstand meist zwischen 50 und 80 Prozent der Krankheitskosten. Für kinderlose aktive Beamte gilt in der Regel der Standardsatz von 50 Prozent, während Pensionäre und Beamte mit mehreren Kindern oft höhere Sätze erhalten.

Was ist der günstigste Beihilfeergänzungstarif 2026?

Der günstigste „sehr gut“ bewertete Tarif ist 2026 die ARAG BeihilfeBest mit 303,02 Euro monatlich bei 88 von 100 Punkten (Franke und Bornberg, Stand April 2025, Modellkunde 30 Jahre, 50 % Beihilfe). Die höchste Punktzahl im gesamten Ranking erreicht der Deutsche Ring mit 96 Punkten für 321,25 Euro.

Brauchen Beamte eine Vollversicherung oder reicht eine Beihilfeergänzung?

Die meisten aktiven Beamten benötigen nur eine Beihilfeergänzung, da die Beihilfe bereits 50 bis 80 Prozent der Kosten übernimmt. Eine Vollversicherung kann in Ausnahmefällen sinnvoll sein, etwa wenn kein Beihilfeanspruch besteht oder ein besonders hoher Leistungsumfang gewünscht wird.

Können Beamte den Beihilfeergänzungstarif später wechseln?

Ja, ein Tarifwechsel innerhalb desselben Versicherers ist nach § 204 VVG grundsätzlich ohne neue Gesundheitsprüfung möglich. Auch ein Wechsel zu einem anderen Versicherer ist möglich, unterliegt dort jedoch in der Regel einer erneuten Gesundheitsprüfung.

Was passiert mit der PKV, wenn ein Beamter pensioniert wird?

Der Beihilfesatz steigt bei vielen Pensionären auf bis zu 70 oder 80 Prozent, wodurch sich der PKV-Ergänzungsbeitrag tendenziell verringern kann. Gleichzeitig steigt der Beitrag altersbedingt, sodass die tatsächliche Beitragsentwicklung individuell abhängig von Tarif und Gesundheitszustand ist.

Quellen

  • Franke und Bornberg / fb research: Rating Beihilfeergänzungstarife, Modellbeiträge Stand April 2025 (veröffentlicht im Handelsblatt-PKV-Vergleich Beamte 2026)
  • Handelsblatt: Ranking 2026 – Beihilfetarife für Beamte im Vergleich
  • Anbieter-Eigenangaben der genannten Versicherer, Stand Juli 2026