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Die Überlebenschancen bei Krebs steigen

12.02.2018

(verpd) Eine vor Kurzem veröffentlichte internationale Krebsstudie kommt zu dem Ergebnis, dass die Überlebenschancen von Krebskranken in den letzten Jahren weltweit gestiegen sind. Dies gilt auch für Personen, die an besonders aggressiven Krebsarten erkrankt sind. Allerdings sind die Unterschiede sowohl zwischen den Ländern als auch zwischen den unterschiedlichen Krebsarten immens.

Für die internationale Krebsstudie Concord-3 haben Wissenschaftler unter anderem von der London School of Hygiene & Tropical Medicine die Daten von 322 Krebsregistern aus 71 Ländern und Regionen miteinander verglichen. Arbeitsgrundlage waren 18 Krebsarten, die rund drei Viertel aller Erkrankungen ausmachen. Um die Entwicklung erfassen zu können, wurden jeweils drei Zeiträume untersucht, nämlich die Jahre 2000 bis 2004, die Jahre 2005 bis 2009 sowie die Jahre 2010 bis 2014.

Für jeden Zeitraum wurde dann die durchschnittliche Rate der Personen berechnet, die fünf Jahre nach der Diagnose noch am Leben waren. Insgesamt zeigte sich, dass die Chance, eine Krebserkrankung zu überleben, weltweit gestiegen ist, allerdings mit großen Varianzen bei der Krebsart und zwischen den Ländern. Beispiel: Hirntumor im Kindesalter. Während hier die Überlebensrate bei Kindern mit einer derartigen Diagnose in Brasilien bei unter 30 Prozent liegt, beträgt sie in Schweden 80 Prozent.

Entwicklung in Deutschland

Die Entwicklung hierzulande lässt die Betroffenen Mut schöpfen, denn in allen 18 untersuchten Krebsarten oder Krebsgruppen verbesserten sich die Überlebenschancen in den besagten Untersuchungszeiträumen. Allerdings gibt es eine Ausnahme: Bei einer Blutkrebserkrankung bei Kindern, der akuten lymphatischen Leukämie, ging die Quote – wenngleich auf hohem Niveau – von 94 auf 91,1 Prozent zurück.

Doch auch bei den Krebsraten, die als besonders aggressiv gelten und mit einer geringen Überlebens-Wahrscheinlichkeit einhergehen, gibt es positive Entwicklungen. So stieg die Überlebensrate beim Bauchspeicheldrüsen-Krebs um rund ein Drittel von 8,0 auf 10,7 Prozent. Und auch beim Speiseröhrenkrebs gibt es mit einer Verbesserung von 16,6 auf 20,8 Prozent relativ große Fortschritte. Dies gilt ebenfalls für den Lungenkrebs. Hier hat sich die Überlebens-Wahrscheinlichkeit von 14,9 Prozent auf 18,3 Prozent verbessert.

„Die Mortalität ist ein wichtiger Aspekt der Krebslandschaft eines Landes“, betont Volker Arndt, der das Epidemiologische Krebsregister Baden-Württemberg am Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg leitet. „Wir lernen daraus, welche Krebsarten am häufigsten zum Tode führen und bei welchen die Sterblichkeit zu- oder abnimmt. Diese Informationen spiegeln nicht nur die Erfolge verbesserter Präventions-, Diagnose- und Therapiemöglichkeiten wider. Sie können auch wichtige Hinweise für die Krebsursachenforschung oder für gesundheitspolitische Entscheidungen liefern.“

Krebs ist zweithäufigste Todesursache

Betrachtet man die Entwicklung in Baden-Württemberg, die in weiten Teilen auch sinnbildlich für die Entwicklung in Gesamtdeutschland steht, so ist Krebs nach den Erkrankungen am Herz-Kreislaufsystem immer noch die zweithäufigste Todesursache überhaupt. Rund ein Viertel aller Todesfälle sind darauf zurückzuführen.

Bei den Männern ist der Lungenkrebs mit einem Anteil von rund 25 Prozent die häufigste Krebstodesursache; dann folgen Darm- und Prostatakrebs. Bei Frauen hingegen ist Brustkrebs die tödlichste Krebserkrankung, gefolgt von Lungen- und Darmkrebs. In der Summe sind diese drei Krebsarten bei den Männern und Frauen jeweils für rund die Hälfte aller Krebstodesfälle verantwortlich, so die Daten aus dem Epidemiologischen Krebsregister Baden-Württemberg.

Beim Lungenkrebs steigt allerdings die Rate bei Frauen an, während sie bei Männern zurückgeht. „Beide Trends hängen vermutlich mit dem unterschiedlichen Rauchverhalten zusammen. Während immer weniger Männer rauchen, stieg der Anteil an Raucherinnen in den vergangenen Jahrzehnten an. Dementsprechend ist auch bei anderen mit Tabakkonsum assoziierten Krebsarten, wie Krebs in Mundhöhle, Rachen oder Speiseröhre sowie Harnblasenkrebs, ein Rückgang der Mortalitätsraten bei Männern und gleichzeitig ein leichter Anstieg bei Frauen eingetreten“, verdeutlicht Arndt.

Früherkennung: Kostenlos und effektiv

Die positive weltweite Gesamtentwicklung beim Krebs ist nicht allein darauf zurückzuführen, dass in den letzten Jahren die Behandlungsmethoden verbessert wurden, sondern auch auf die Früherkennung. Denn laut Gesundheitsexperten wie denen des Robert-Koch-Instituts gilt für diverse Krebsarten: Je früher ein Tumor entdeckt wird und je kleiner er ist, desto besser sind die Heilungschancen. Deshalb sollten Krebs-Früherkennungs-Untersuchungen wahrgenommen werden. Eine Vielzahl dieser Untersuchungen übernehmen die gesetzlichen und privaten Krankenkassen.

Derzeit können Männer und Frauen ab dem 35. Lebensjahr alle zwei Jahre an einem Hautkrebs-Screening teilnehmen. Zwischen 50 bis 55 Jahren ist einmal pro Jahr ein Stuhl-Bluttest im Rahmen einer Darmkrebsvorsorge möglich; ab dem 55. Lebensjahr gibt es hier auch einen Anspruch auf eine kostenlose Darmspiegelung. Diese kann nach zehn Jahren wiederholt werden. Männer ab 45 Jahren haben außerdem Anspruch auf eine kostenlose Untersuchung zur Prostatakrebs-Früherkennung.

Frauen hingegen können bereits ab dem 20. Lebensjahr zusätzlich zu den genannten allgemeinen Früherkennungstests einmal pro Jahr eine Untersuchung der inneren und äußeren Geschlechtsorgane zur Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs durchführen lassen. Ergänzend übernehmen ab dem 30. Lebensjahr die Krankenkassen zur Brustkrebsfrüherkennung eine jährliche Tastuntersuchung der Brust und zwischen dem 50. bis 69. Lebensjahr ein Mammographie-Screening alle zwei Jahre.

Weitere Informationen aus dem Internet

Wie man Krebs vorbeugen, ihn frühzeitig erkennen und behandeln kann, aber auch welche Hilfen es für Krebskranke und deren Angehörige gibt, erfährt man online beim Krebsinformationsdienst des Deutschen Krebsforschungszentrums oder unter deren kostenlosen Telefonnummer 0800 4203040.

Auch die Deutsche Krebshilfe e.V. stellt in ihrem Webportal entsprechende Informationen für Betroffene als auch für Angehörige zur Verfügung und bietet zudem einen persönlichen Informations- und Beratungsdienst unter der Telefonnummer 0228 7299095 an. Dieser Service kann auch per E-Mail (beratungsdienst@krebshilfe.de) genutzt werden.

Weitergehende Informationen zu den unterschiedlichen Krebsarten sind unter anderem auch im Webauftritt der Deutschen Krebsgesellschaft e.V. abrufbar.


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