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Mehr Krankentage wegen psychischer Leiden

12.08.2019

(verpd) Im Durchschnitt war jeder Arbeitnehmer fast 2,4 Tage in 2018 wegen psychischer Probleme krankgeschrieben, so eine aktuelle Studie einer Krankenkasse. Das sind etwa dreimal so viele Fehltage wie noch vor rund 20 Jahren. Besonders häufig wurden bei den psychischen Leiden letztes Jahr Depressionen, aber auch psychische Störungen nach einem Schicksalsschlag als Ursache auf den jeweiligen Krankschreibungen vermerkt.

In einer Langzeituntersuchung, dem „Psychoreport 2019“, hat die Krankenkasse DAK-Gesundheit, ein Träger der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV), die Fehltage ihrer Versicherten seit 1997 analysieren lassen. Für die Studie hat das Forschungs- und Beratungsinstitut IGES Institut GmbH die anonymisierten Daten von rund 2,5 Millionen erwerbstätigen DAK-Mitgliedern ausgewertet.

Das Ergebnis: Seit 1997 hat sich die Zahl der Krankschreibungen wegen psychischer Probleme mehr als verdreifacht. Jeder 18. Arbeitnehmer, konkret rund 2,2 Millionen abhängig Beschäftigte, konnte deswegen 2018 nicht arbeiten gehen. Im Schnitt entfielen allein letztes Jahr auf je 100 gesetzlich krankenversicherte Arbeitnehmer durchschnittlich 236 Krankheitstage wegen eines psychischen Leidens. Im Jahr zuvor waren es sogar 250 Arbeitsunfähigkeitstage. Im Vergleich dazu waren es 1997 nicht einmal 77 Krankentage je 100 GKV-Versicherte.

Depressionen verursachen die meisten Fehltage

Die deutliche Zunahme des Krankenstandes durch psychische Störungen führt der DAK-Vorstandschef Andreas Storm auf einen offeneren Umgang mit psychischen Erkrankungen zurück. „Denn aus wissenschaftlicher Sicht sind diese seit Jahrzehnten in der Bevölkerung nahezu gleich verbreitet“, so die Aussage der DAK. „Vor allem beim Arzt-Patienten-Gespräch sind psychische Probleme heutzutage kein Tabu mehr. Deshalb wird auch bei Krankschreibungen offener damit umgegangen“, wie Storm betont.

Im Rahmen der verschiedenen Arten von psychischen Leiden fehlten die Mitarbeiter im Job am häufigsten wegen Depression – 2018 waren es im Schnitt 93 Fehltage. Sogenannte Anpassungsstörungen und psychische Störungen nach Schicksalsschlägen waren durchschnittlich die Ursache für 51 Krankentage, sonstige neurotische Störungen für 23 Krankentage, somatoforme Leiden für 16 Krankentage und sonstige Angststörungen für 16 Krankentage je 100 GKV-Versicherte.

Gegenüber dem Jahr 2000 ist die durchschnittliche Anzahl der Krankentage je 100 Verssicherte bei den somatoformen Störungen um 180 Prozent, bei den Anpassungsstörungen und Störungen nach Schicksalsschlägen um 175 Prozent und bei den Depressionen um 152 Prozent gestiegen.

Diese Branchen sind besonders betroffen

Bei der Branchenauswertung des DAK-Reports liegen bei den Krankschreibungen wegen psychischer Erkrankungen die „Öffentliche Verwaltung“ mit 358 Fehltagen sowie das „Gesundheitswesen“ mit 321 Ausfalltagen je 100 GKV-Versicherte an den ersten beiden Plätzen.

Dahinter folgen die Branchen „Verkehr, Lagerei und Kurierdienste“ mit 246 Krankentagen pro 100 GKV-Versicherte. Unter dem Gesamtdurchschnitt von allen Branchen – das waren 236 Fehltage je 100 GKV-Versicherte – liegen die Beschäftigten folgender Branchen: „Bildung, Kultur, Medien“ mit 228, „Banken und Versicherungen“ mit 221, „Organisationen und Verbände“ mit 199, „Datenverarbeitung und Informations-Dienstleistungen“ mit 195 sowie „Nahrungs- und Genussmittel“ mit 174 Krankentagen je 100 GKV-Versicherte.

Übrigens wird Burnout medizinisch nicht unter der Diagnose der psychischen Störungen geführt, sondern unter „Problemen mit Bezug auf Schwierigkeiten bei der Lebensbewältigung“. Letztes Jahr entfielen mit dieser Diagnose im Schnitt 5,3 Fehltage auf je 100 GKV-Versicherte, 2017 waren es noch 4,6 Fehltage und 2011 sogar 10,2 Tage, das war der bisher höchste Wert.

Hilfe bei psychischer Erkrankung

Wird eine psychische Erkrankung wie eine Depression frühzeitig erkannt, kann in vielen Fällen eine medikamentöse und/oder auch psychotherapeutische Behandlung das Leiden schnell lindern oder auch komplett heilen.

Der erste Schritt ist dabei der wichtigste, nämlich der Gang zum Arzt, Psychiater oder Psychotherapeuten, betonen die Experten des Ärztlichen Zentrums für Qualität in der Medizin (ÄZQ). Dabei kann es helfen, eine Vertrauensperson mitzunehmen.

Bei akuten psychischen Problemen kann an Wochenenden und Feiertagen der ärztliche Bereitschaftsdienst unter der Rufnummer 116 117 angerufen oder die nächste psychiatrische Klinik aufgesucht werden. Ein weiterer Ansprechpartner ist die Telefonseelsorge, erreichbar unter der Telefonnummer 116 123, 0800 1110111 oder 0800 1110222.


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