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Die gefährlichen Folgen eines falschen Reifenluftdrucks

16.04.2018

(verpd) Nur über die Reifen hat ein Pkw Kontakt zur Straße. Jeder Reifen muss dabei ein Viertel des Fahrzeuggesamtgewichts tragen. Genau genommen ist es aber nicht der Gummi, der dieses Gewicht trägt, sondern die eingepresste Luft. Dies zeigt sich spätestens dann, wenn diese entwichen ist und das Fahrzeug einen Platten hat. Doch selbst geringe Abweichungen vom optimalen Luftdruck wirken sich massiv negativ aus.

Nach einer Studie aus 2015 des Reifenherstellers Bridgestone kontrolliert nicht einmal jeder vierte Autofahrer den Reifendruck monatlich und jeder zwanzigste kümmert sich gar nicht darum.

Kein Wunder, dass, so eine ältere Studie des Reifenherstellers, sieben von zehn Autos in Westeuropa mit zu niedrigem Reifendruck unterwegs sind. Von 38.000 kontrollierten Reifen hatten 26.980 einen zu geringen Luftdruck und 4.560 wiesen ein Profil unterhalb der gesetzlichen Vorschriften auf.

Weder zu viel noch zu wenig Luft

Ein zu geringer Luftdruck führt dazu, dass sich die Reifenauflagefläche auf der Fahrbahn vergrößert. Dementsprechend erhöht sich der Rollwiderstand und in der Folge steigt der Kraftstoffverbrauch. Ab einer Abweichung von 0,5 bar vom optimalen Reifendruck, lässt die Fahrstabilität laut Kfz-Experten deutlich nach. Der Bremsweg verlängert sich, die Spurtreue und Stabilität verringern sich und schnelle Kurvenfahrten können dramatisch enden. Auch die Lebensdauer eines Reifens verkürzt sich. Bei deutlich zu niedrigem Reifendruck können die Reifen sogar platzen.

Doch auch ein zu hoher Luftdruck ist problematisch, denn die Auflagefläche verringert sich. Dadurch reduziert sich zwar der Rollwiderstand und der Benzinverbrauch geht etwas zurück, doch gleichzeitig steigt der Reifenverschleiß bei der Auflagefläche. Hinzu kommen negative Auswirkungen beim Fahren, denn die Bodenhaftung ist durch die kleinere Auflagefläche geringer. Dadurch verlängert sich der Bremsweg. Zudem haben die Reifen eine reduzierte Seitenführung und neigen zum Rutschen. Bei nassen Straßen kann ein zu hoher Luftdruck zudem schneller zu Aquaplaning führen.

Die besten Fahreigenschaften werden also nur bei einem optimalen Reifenluftdruck erreicht. Der Reifenluftdruck sollte nur bei kalten Reifen gemessen werden. Die Fahrstrecke sollte daher unter zehn Kilometer sein, wenn man den Luftdruck beispielsweise an einer Tankstelle kontrolliert und anpasst. Der optimale Reifenluftdruck hängt vom Fahrzeug, der Reifengröße und dem Beladungszustand ab. Detaillierte Informationen hierzu liefert die Bedienungsanleitung des Pkws. Oftmals finden sich auch entsprechende Aufkleber an oder in der Türe beziehungsweise in der Tankklappe.

Reifendruck-Kontrollsysteme sind kein Freibrief

Seit 2014 müssen alle neu zugelassenen Autos mit einem Reifendruck-Kontrollsystem, (RDKS) ausgestattet sein. Diese Systeme informieren mit einer Anzeige im Cockpit, wenn sich der Luftdruck in einem oder in mehreren Reifen verändert. Zugelassen sind direkte Systeme, die mit Drucksensoren an den Reifenventilen arbeiten, und indirekte Systeme, die ohne derartige Sensoren auskommen. Bei letztgenanntem System wird der Luftdruck indirekt über den Abrollumfang des Reifens ermittelt. Beide Systeme zeigen zuverlässig Veränderungen im Luftdruck an.

Trotzdem ist das Ergebnis der letztjährigen Verkehrssicherheits-Aktion „Wash & Check“ ein Weckruf. Bei dieser Aktion vom Deutschen Verkehrssicherheitsrat e.V. (DVR) wurden im Herbst 2017 an 30 Waschstraßen kostenlose Reifenchecks angeboten. Dabei wurden 1.249 Fahrzeuge kontrolliert, 26 Prozent davon waren mit einem zu geringen Luftdruck unterwegs. Rund ein Drittel dieser auffälligen Fahrzeuge waren sogar mit einem RDKS ausgestattet – und hatten trotzdem nicht den optimalen Reifendruck. Ein Grund dafür kann sein, dass Autofahrer die Warnungen der Systeme ignorieren.

Es kann aber auch sein, dass die Systeme nicht richtig initialisiert waren. „Insbesondere beim Reifenwechsel müssen Autofahrer beachten, das RDKS erneut richtig einzustellen oder einstellen zu lassen. Der richtige Umgang mit dem jeweiligen System ist in der Bedienungsanleitung beschrieben“, warnt Hans-Georg Marmit, ein Sprecher der Kraftfahrzeug-Überwachungs-Organisation freiberuflicher Kfz-Sachverständiger (KÜS). Er ergänzt: „Wir empfehlen, nicht auf die manuelle Reifendruckkontrolle zu verzichten.“

Reifengas braucht es nicht

Viele Werkstätten bieten eine Befüllung der Reifen mit einem sogenannten Reifengas an. Hierbei handelt es sich um Stickstoff, der sich nicht so schnell verflüchtigt. Wirklich notwendig ist dies allerdings nicht, wenn der Reifendruck regelmäßig überprüft wird, zumal auch die normale Luft zu rund 78 Prozent aus Stickstoff besteht. Auch der Reifenhersteller Continental bestätigt online: „Für normale alltägliche Anwendungen ist eine Stickstoffbefüllung von Reifen nicht erforderlich.“ Dafür empfehlen die Reifenexperten wegen der niedrigen Außentemperaturen im Winter 0,2 bar mehr einzufüllen.

Ist die Betriebsanleitung des Fahrzeugs nicht mehr auffindbar und finden sich auch sonst keine Unterlagen, wie viel Luft in die Reifen gehört, kann die 234 Seiten starke Broschüre des genannten Reifenherstellers weiterhelfen, die kostenlos heruntergeladen werden kann. Von Alfa Romeo bis VW sind hier die Reifendrücke für die Fahrzeugmodelle aller großen Autohersteller in tabellarischer Form aufgelistet.

„Reifen sind die einzige Verbindung zur Straße“, erklärt Horst Metzler, Geschäftsführer des Automobilclub Verkehr e.V. (ACV), und betont: „Daher ist es auch so wichtig, seinen Autoreifen Aufmerksamkeit zu schenken.“ Die Initiative Reifenqualität des DVR rät: „Um immer sicher unterwegs zu sein, sollte man den Reifendruck bei jedem zweiten Tankstopp beziehungsweise alle vier Wochen am höchstens handwarmen Reifen überprüfen.“


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