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Deutschland: Hohe Schäden durch Naturkatastrophen in 2018

(verpd) Mehr als drei Milliarden Euro haben die deutschen Versicherer in 2018 für versicherte Schäden durch Naturgewalten wie Sturm, Hagel oder Überschwemmungen an Autos, Gebäude, Hausrat, bei Firmen und in der Landwirtschaft aufgewendet. Dies ist mehr als im Jahr zuvor, wie dem aktuellen Naturgefahrenreport des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. zu entnehmen ist.

Die versicherten Schäden durch Naturgefahren beliefen sich hierzulande allein in 2018 auf 3,1 Milliarden Euro. Das sind rund 200 Millionen Euro mehr als im Jahr zuvor. Dies teilte der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) jüngst im Rahmen der Veröffentlichung des „Naturgefahrenreports 2019“ mit.

Davon entfielen 2,6 Milliarden Euro Entschädigungsleistung durch Sachversicherungen wie Wohngebäude-, Hausrat- oder Landwirtschafts-, Firmen- und Geschäftsinhalts-Versicherungen. Im Vorjahr waren es noch deutlich weniger, nämlich 2,0 Milliarden Euro. Weitere 520 Millionen Euro an Schadenaufwand zahlten die Kfz-Versicherer 2018 ihren Kunden für Schäden durch Naturgewalten an Kraftfahrzeugen, die im Rahmen einer bestehenden Voll- und Teilkaskoversicherung versichert waren, 2017 waren es diesbezüglich noch 860 Millionen Euro.

Anzahl der Schäden und Schadenhöhe ist gestiegen

Alleine 1,6 Millionen Sturm- und Hagelschäden am Hab und Gut der Versicherungskunden, welche durch die genannten Policen abgesichert waren, hatten insgesamt eine Schadenhöhe von etwa 2,1 Milliarden Euro. 2017 waren es noch 1,1 Millionen Sturm- und Hagelschäden, für die die Versicherer etwa 1,7 Milliarden Euro aufwendeten.

Weitere 500 Millionen Euro wurden durch 111.000 weitere Naturgefahren, die sogenannten Elementarrisiken, wie Überschwemmung durch Starkregen, Hochwasser, Schneelast, Lawinen, Erdrutsche oder Erdbeben verursacht. Im Jahr davor waren es noch 300 Millionen Euro Schadenzahlungen für 60.000 Elementarschäden. 2018 gab es alleine an Wohngebäuden versicherte Elementarschäden in Höhe von 290 Millionen Euro, dabei hatten gerade einmal rund 40 Prozent der Hausbesitzer eine solche Elementarschaden-Absicherung für ihre Immobilie.

Im Rahmen der Kfz-Kaskoversicherung wurden letztes Jahr im Detail 500 Millionen Euro an versicherte Kunden ausbezahlt, deren insgesamt 215.000 Kraftfahrzeuge durch Sturm und Hagel beschädigt wurden. Im Vorjahr betrug die Schadenhöhe noch 850 Millionen Euro für 405.000 derartiger Schadenereignisse. Weitere 20 Millionen Euro erstatteten die Kfz-Kaskoversicherer für insgesamt 4.300 Überschwemmungsschäden an versicherten Pkws und anderen Fahrzeugen. 2017 lag die Schadenhöhe für 3.000 solcher Schäden noch bei zehn Millionen Euro.

Die passende Absicherung bei Schäden durch Naturrisiken

Die Daten verdeutlichen, wie wichtig es für Privatpersonen und Unternehmen ist, gegen Katastrophenschäden finanziell abgesichert zu sein. Unwetterschäden am Auto durch Hagel, Blitz und Sturm lassen sich beispielsweise durch eine Teilkaskoversicherung, die automatisch auch in der Vollkaskoversicherung enthalten ist, absichern.

Hauseigentümer, die ihre Immobilie gegen Schäden durch die Naturrisiken Blitzeinschlag, Sturm und Hagel absichern möchten, benötigen eine Gebäudeversicherung. Wer seinen Hausrat gegen diese Risiken versichern möchte, sollte eine Hausratversicherung und zur entsprechenden Absicherung des Firmeninventars eine Geschäftsinhalts-Versicherung haben.

Für Industrieunternehmen und landwirtschaftliche Betriebe gibt es ebenfalls diverse Policen, mit denen man Schäden durch Naturgefahren wie Blitzeinschlag, Sturm und Hagel am Inventar, an den Vorräten, Maschinen oder sonstigem Hab und Gut absichern kann. Elementarrisiken lassen sich meist optional in einer Gebäude-, Hausrat-, Firmen- und/oder Geschäftsinhalts-Police im Rahmen einer Elementarschaden-Versicherung mitversichern

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